Mit den Menschen in Nidda wieder ins Gespräch kommen und schauen, wo der Schuh drückt. Das war das Ziel eines Besuchs der CDU-Fraktion am Niddaer Gymnasium. In einem Gespräch mit Schulleiterin Alexa Heinze ging es dabei vor allem um die Herausforderungen der Corona-Pandemie und das The-ma Digitalisierung.

Die Hochphase der Pandemie hat das Gymnasium gut überstanden. Der Kreis hatte sich unter ande-rem für eine schnelle Impfung der Lehrer stark gemacht. Mittlerweile sind alle Schüler wieder zurück an der Schule. Innerhalb einer Woche konnte vor den Sommerferien sogar eine Abschlussfeier auf dem Schulhof organisiert werden. Exkursionen, Fahrten und Austauschprogramme sollen jetzt langsam wieder anlaufen. Deren Wegfall und der lange fehlende soziale Kontakt war ein herber Einschnitt für viele Schüler. „Wir sehen unmittelbar, wie Corona die junge Generation belastet und hoffen, dass das neue Schuljahr wieder normal und durchgängig stattfinden kann“, sagt Schulleiterin Alexa Heinze.

Im Allgemeinen steht das Gymnasium gut da. Die Zahl der Schüler ist in den vergangenen Jahren wieder deutlich angestiegen. Nach rund 650 Schülern im Jahr 2017 nähert man sich jetzt wieder einer Schülerzahl von 1.000. Durch die damit stärker werdende Raumauslastung steige auch der Bedarf für einen Klassenraum-Neubau. Die Zusammenarbeit mit dem Wetteraukreis als Schulträger funktioniere gut, auch wenn es an ein paar kleinen Stellen noch etwas Verbesserungsbedarf gebe. Aktuell befinde man sich mit der Kreisverwaltung in Gesprächen über neue Projekte – unter anderem habe man beim Kultusministerium einen Antrag auf Aufnahme in das Programm „Kulturschule“ gestellt. Darüber hinaus gab es Planungen zur Teilnahme am Projekt „Das fliegende Künstlerzimmer“. Hier hätte ein Künstler mindestens ein Jahr lang in einem mobilen Wohn-Atelier auf dem Schulgelände gelebt. Leider war eine Umsetzung durch fehlende personelle Ressourcen beim Schulträger nicht umsetzbar.

Nach wie vor verfügt das Gymnasium aber über kein hauseigenes WLAN. Damit fehle nicht nur ein wichtiger Teil der heutzutage nötigen Infrastruktur. Auch Projekte wie zum Beispiel eine iPad-Klasse blieben zunächst auf der Strecke. Die nötigen Vorbereitungen dafür sind bereits abgeschlossen – daher hofft die Schule, dass sich in absehbarer Zeit etwas tut. „Das Gymnasium Nidda soll als eine der ersten Schulen im Digitalpakt Schule ausgestattet werden. Wann ist aber leider unklar. Ein schul-eigenes WLAN und der Anschluss an das Glasfasernetz sind für uns aktuell die wichtigsten Punkte auf der Agenda.“, so die Schulleiterin.

Unmittelbar danach folgt der geplante Neubau einer Sporthalle im Bereich zwischen Festplatz und Gymnasium. „Wir warten sehnsüchtig und freuen uns darauf!“, so Heinze. Stadtverordnetenvorsteherin Adelheid Spruck bestätigte die Einschätzung, dass innerhalb der kommenden vier Jahre mit der Fer-tigstellung zu rechnen sei. „Es gibt regelmäßig Gespräche zwischen der Kreisverwaltung und der Stadt Nidda. Die Mittel stehen im Haushalt. Der Kreis muss jetzt mit den Ausschreibungen beginnen.“, so Spruck.

Fraktionsvorsitzender Hagen Puttrich wollte wissen, wo die CDU Nidda aus Sicht von Heinze das Gymnasium kommunalpolitisch noch unterstützen kann. „Die Niddaer Schulen sind für uns ein ent-scheidender Baustein für ein lebenswertes Nidda. Da helfen wir gerne, wo wir können.“, so Puttrich. Auch hier hatte die Schulleiterin direkt eine Antwort parat: Es fehlen Bauplätze! Sowohl Nidda als Stadt, als auch das Gymnasium mit seinem guten Ruf sind nicht nur bei Schülern, sondern auch bei Lehrkräften sehr beliebt. Besonders ehemalige Schüler kommen nach ihrem Studium oft zurück an „ihre“ Schule. Und für die Lehrkräfte gelte das gleiche wie für Familien mit schulpflichtigen Kindern. „Nidda muss als Arbeits- und Wohnort attraktiv bleiben. Und dafür brauchen wir in erster Linie neue Bauplätze.“, so die Schulleiterin.

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