Turnusgemäß stand die Neuwahl des Vorstandes der CDU Nidda in der Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung. Der scheidende Vorsitzende Jacob Ulrich begrüßte die Anwesenden, unter anderem Staatsministerin Lucia Puttrich und den Kreistagsvorsitzenden Armin Häuser. Bevor es zu den Neuwahlen kam, ehrten Staatsministerin Puttrich und der Vorsitzende Ulrich langjährige Mitglieder.

Ulrich würdigte das Engagement der langjährigen Mitglieder, die gerade auch den neu aufgenommenen Mitgliedern ein Vorbild seien. Puttrich dankte für das langjährige Engagement und griff exemplarisch August Storck sowie Kurt und Brigitte Müller heraus. Storck wurde für 60 Jahre Parteimitgliedschaft geehrt, die Eheleute Müller für 50 Jahre Mitgliedschaft. Storck habe in den 1950er Jahren die Christlich Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA), den Sozialflügel der CDU, im Kreis gegründet und wurde dessen Vorsitzender, war Stadtverordneter in Nidda und füllte im Laufe der Jahre verschiedene Ämter aus. Dies sei im damals „roten“ Nidda keine leichte Aufgabe gewesen, so Puttrich. Die Eheleute Müller hätten die Niddaer Union durch ihren jahrzehntelangen unermüdlichen Einsatz in vielen verschiedenen Funktionen geprägt und prägten sie bis heute, stellte Puttrich zudem fest. Ein Backhausfest in Geiß-Nidda ohne die Eheleute sei kaum vorstellbar und ihr außerordentliches Engagement müsse ein Vorbild für die nächste Generation sein, die aufgebauten Strukturen zu erhalten. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurden Heidemarie Hain und Hagen Puttrich geehrt und für 25 Jahre Mitgliedschaft Klaus-Dieter Kammer. Weitere sechs Mitglieder sollten für 50 Jahre Mitgliedschaft und fünf Mitglieder für 25 Jahre geehrt werden. Da diese an der Versammlung nicht teilnehmen konnten, werde man die Ehrungen zukommen lassen, versprach Ulrich.

In einem Grußwort freute sich Puttrich über die gute Stimmung im Verband und den erfolgreich gestarteten Wahlkampf von Thorsten Eberhard. Als Bundesvorstandsmitglied ging Puttrich auf den innerparteilichen Wettbewerb um den Parteivorsitz ein. „ Auf den neuen CDU-Bundesvorsitzenden wird eine Mammutaufgabe zukommen, denn die CDU Deutschland wird sich strukturell und inhaltlich erneuern.“ Sie appellierte für die Mitgliederbefragung zu werben und an dieser teilzunehmen. Diese ziehe auch viele neue Mitglieder an: „Wenn ich mir anschaue wie viele Mitglieder wir gerade neu aufnehmen, so macht mir das Mut!“, so Puttrich.

Auch Armin Häuser dankte für die Unterstützung aus dem Verband während des Bundestagswahlkampfes. „Es hat Spaß gemacht mit Euch zu kämpfen, auch wenn wir nicht das erhoffte Ergebnis erzielt haben“, so Häuser. Den Niddaer CDU-Verband sieht er gut aufgestellt. „Ihr habt ein gutes Team und einen hervorragenden Bürgermeisterkandidaten. Darauf könnt ihr stolz sein.“

Jacob Ulrich berichtete über die Vorstandstätigkeit im letzten Jahr. Bei seiner Rede zog er auch ein Resümee seiner fünfjährigen Amtszeit, die im November 2017 begann. 2019 wurde er wiedergewählt. „Ich trat 2017 an, den Stadtverband zu modernisieren. Ich trat damals mit dem Versprechen an, uns wieder zur bestimmenden Stimme der Niddaer Stadtpolitik zu machen.“, erinnerte Ulrich. „Wir stellen heute nicht nur die größte Fraktion, sondern auch die Stadtverordnetenvorsteherin Adelheid Spruck, den ehrenamtlichen Ersten Stadtrat Thomas Repp und werden alles dafür tun, im April mit Thorsten Eberhard den neuen Bürgermeister der Stadt zu stellen.“ Ulrich dankte für das Engagement der Mitglieder im Kommunalwahlkampf und zeigte sich erfreut über das gute Ergebnis. „Der hauptsächlich digitale Wahlkampf war eine Herausforderung, die wir aber gut gemeistert haben“, so Ulrich. Schließlich appellierte er an den neuen Vorstand den eingeschlagenen Weg weiterzugehen „und gemeinsam unsere Heimatstadt Nidda in eine sichere und erfolgreiche Zukunft zu führen.“ Er kandidiere nicht erneut für den Vorstand, da er mittlerweile mit seiner Frau nach Wiesbaden gezogen sei.

Fraktionsvorsitzender Hagen Puttrich berichtete über die Kooperationsverhandlungen mit Bürgerliste, Grünen und SPD. „Am Ende haben wir uns für die SPD als Kooperationspartner entschieden.“ Die Zusammenarbeit mit den Niddaer Sozialdemokraten verlaufe gut. In einer 2-tägigen Klausurtagung habe sich die Fraktion auf die Haushaltsberatungen vorbereitet. „Bestimmendes Thema in den kommenden Jahren werden die Vorbereitungen zur Landesgartenschau Oberhessen 2027 werden“, so Hagen Puttrich.

Für den Vorsitz stellte sich der Kreisbeigeordnete des Wetterauskreises Matthias Walther zu Wahl. Er dankte Ulrich für die geleistete Arbeit und versicherte, dass er den eingeschlagenen Weg fortsetzen werde, um die in den letzten Jahren entwickelte Vision und Agenda umzusetzen. „Wir müssen, wie man so schön sagt „bei de Leud‘ sein“, betonte Walther. „Wir machen Politik für die Niddaer Bürgerinnen und Bürger und müssen auf ihre Themen eingehen.“ Walther versprach den innerparteilichen Diskurs voranzutreiben. „Aber unser Ziel und Fokus Nummer 1 in den kommenden Wochen muss die Bürgermeisterwahl sein“.

Die bisherigen stellvertretenden Vorsitzenden Adelheid Spruck und Michael Theel wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neuer Schatzmeister wurde der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Bürgermeisterkandidat Thorsten Eberhard, Schriftführerin wurde Brigitte Müller und Sebastian Döll wurde Mitgliederbeauftragter. Beisitzer sind Marc Haugut, Klaus-Dieter Kammer, Hans-Georg Lang, Thomas Repp, Alexander Walz und Anneliese Zimmer.

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