„Man muss selbst mal im Feuerwehrhaus gestanden haben, um nachvollziehen zu können unter welchen Bedingungen wir hier arbeiten!“. Mit diesen Worten begrüßte der Wehrführer der Feuerwehr Ober-Lais, Christoph Marth, Vertreter der Niddaer CDU-Fraktion, die der Einladung der Stadtteilfeuerwehr im Rahmen ihrer Sommertour gefolgt waren – darunter auch Bürgermeisterkandidat Thorsten Eberhard und Bundestagskandidat Armin Häuser.

Damit wies er auf den akuten Platzmangel hin, der sich bei der anschließenden Besichtigung auch den Teilnehmern zeigte. Zwischen den Fahrzeugen und den Spinten, ist kaum noch Platz um aneinander vorbeigehen zu können. Darüber hinaus zählten Marth und sein Stellvertreter Andreas Noll weitere Mängel auf. Das Feuerwehrhaus entspreche in vielerlei Hinsicht nicht mehr den aktuellen DIN-Vorgaben. Außerdem gebe es weder nach Geschlechtern ge-trennten Umkleiden noch eigene Duschen bzw. Sanitäranlagen. Hier könne man lediglich die Toiletten des Bürgerhauses mitbenutzen. Auch eine schwarz-weiß-Trennung – also eine Trennung von Einsatz- und Privatkleidung – sei unter diesen Bedingungen nicht umsetzbar.

Beim Thema Fahrzeuge sehen die Brandschützer ebenfalls akuten Handlungsbedarf. „Unser 28 Jahre altes Löschfahrzeug hat uns schon drei Mal im Einsatzfall den Dienst versagt. Einmal konnten wir gar nicht ausrücken.“, sagt Christoph Marth. Das Fahrzeug müsse deshalb dringend ersetzt werden. Dabei dränge aber die Zeit, da die aktuelle Frist für Förderanträge am 31.08.2021 auslaufe.

Die dringend nötige Ersatzbeschaffung werde das Platzproblem noch verschärfen. Denn neuere Fahrzeuge seinen deutlich größer und würden demnach nicht mehr in die Fahrzeughalle passen. Dementsprechend ist die Forderung der Floriansjünger klar: „Ein neues Feuerwehrhaus muss her!“ Deshalb habe man sich bereits um eine Machbarkeitsstudie bemüht, die vier mögliche Standorte geprüft habe. Der aktuelle Standort sei dabei keine Option mehr. Neben dem fehlenden Platz sei auch die Parkplatzsituation schwierig. „Genau genommen gibt es hier keine Parkplätze. Und die Bereiche in denen man sein Auto abstellen kann, werden gleichzeitig auch von den Besuchern des Bürgerhauses benutzt. Außerdem kreuzen die ausrückenden Einsatzfahrzeuge den Weg der ankommenden Einsatzkräfte.“, konstatiert Marth. Deshalb favorisiert die Stadtteilwehr zwei mögliche Standorte zwischen Ober- und Unter-Lais.

Thorsten Eberhard – CDU-Bürgermeisterkandidat und stellvertretender Fraktionsvorsitzender – lobte die Mannschaftsstärke der Ober-Laiser Feuerwehr. Aktuell zählt die Einsatzabteilung 14 Frauen und 22 Männer. In der Jugendfeuerwehr gibt es 24 Mitglieder – in der Kinderfeuerwehr 21. „Ihr seid bestens aufgestellt und gut für die Zukunft gewappnet.“, so Eberhard. Dem schloss sich Bundestagskandidat Armin Häuser an: „Die Feuerwehr Ober-Lais ist schon seit Jahrzehnten für ihre hervorragende Nachwuchsarbeit bekannt.“. Und Wehrführer Chris-toph Marth fügte hinzu: „Die Feuerwehr Ober-Lais ist essenziell. Keine andere Stadtteilwehr schafft es innerhalb der vorgeschriebenen Hilfsfrist von 10 Minuten hier her.“

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