Wie hat sich die Corona-Krise auf die Arbeit des Frauen-Notruf Wetterau e.V. ausgewirkt? Dies war die leitende Frage, über die sich die Mitglieder der CDU Nidda informieren wollten. Hierzu hatte die CDU Nidda Christa Mansky und Christiane Wettig, zwei hauptamtliche Mitarbeiterinnen des Frauen-Notruf Wetterau e.V. zu Gast. Die Ernsthaftigkeit der Fragestellung wollte so gar nicht zur sommerlichen Idylle des großen Gartens eines CDU-Mitglieds passen, in dem man nicht nur Abstand halten, sondern sich auch an vielerlei Grillgut gütlich tun konnte.

„Wir befinden uns, was die Fallzahlen angeht wieder auf Vor-Krisen-Niveau“, beschrieb Mansky die Situation. „Allerdings erwarten wir noch steigende Fallzahlen, je weiter die Öffnungen gehen“. Es sei für viele Betroffene gar nicht möglich gewesen, sich Hilfe zu suchen, da die unter der permanenten Überwachung des gewaltausübenden Partners stünden. Mansky und Wettig beantworteten ausführlich die vielen Fragen der anwesenden CDU-Mitglieder aus Fraktion und Vorstand. Von der Arbeit des Frauennotrufs generell, über besondere Projekte wie „Suse“ zur Gewalt gegen benachteiligte Frauen, die Istanbul-Konvention, bis hin zu Online-Beratungen und die technischen Herausforderungen, vor welche die Corona-Krise die Mitarbeiterinnen des Frauennotrufs stellte, entwickelte sich ein intensives Gespräch. „Wir sind froh, dass Sie uns über ihre vielfältigen Tätigkeiten informiert haben und dankbar, dass Sie so vielen Frauen helfen können.“, sagte die Erste Stadträtin Adelheid Spruck. „Viele dieser Themen sind nicht in der alltäglichen Diskussion. Dort gebührt Ihnen aber ein entsprechender Raum.“, pflichtete der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Hans-Georg Lang bei.

Schließlich diskutierte man die Frage, wie Politik vor Ort konkret helfen könne und was sich der Frauennotruf von der Politik wünsche. Der Frauen-Notruf Wetterau e.V. hat seine Räumlichkeiten in Nidda. Die Stadt stellt sie größtenteils unentgeltlich zur Verfügung und ist damit ausweislich des Jahresberichts 2019 die Kommune des Wetteraukreises, welche die höchsten Zuwendungen an den Verein leistet. Mansky und Wettig zeigten sich hierfür überaus dankbar, weisen aber zugleich auf einen erhöhten Raum- und Finanzierungsbedarf hin. Man werde Mögliches prüfen, sicherten die CDU-Vertreter zu.

Die CDU-Mitglieder konnten viele Erkenntnisse aus dem Gespräch mitnehmen. „Sie leisten eine bedeutende Arbeit“, bedankte sich der CDU-Vorsitzende Jacob Ulrich abschließend bei Mansky und Wettig. „Wir wünschten uns zwar alle, dass Ihre Arbeit einmal überflüssig werde, aber solange sie nötig ist, werden wir Sie soweit es in unserer Macht steht uneingeschränkt unterstützen.“


Von links: Jacob Ulrich, Hans-Georg Lang, Gabriele Reichhold, Jacqueline Reichhold, Adelheid Spruck, Christa Mansky, Christine Wettig

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