Im Rahmen des Sommerprogrammes besuchte die CDU Nidda, angeführt vom CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Matthias Walther und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Hagen Puttrich das Kinderheim Harb, das zur „Gemeinnützige Kinderförderungsgesellschaft m.b.H." gehört. Julia Varivodov, Leiterin der Einrichtung und Randy Liebold, Pädagogischer Leiter, führten durch das Haus und den Außenbereich und gaben Erläuterungen zu Konzeption, Aufgaben und auch den Angeboten für die jungen Bewohnerinnen und Bewohner.

„Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken“. Diesen Ausspruch von Galileo Galilei haben die Mitarbeiter zu ihrem Leitbild gemacht. „Man spürt, dass diese Worte gemeinsam von Kindern und Betreuern gelebt werden und die Kinder sich wohlfühlen“, stellt Hagen Puttrich fest.

Im Kinderheim Harb werden in fünf Gruppen jeweils acht Kinder im Alter von 6 bis 21 Jahren von vier pädagogisch qualifizierten Mitarbeiterinnen bzw. Mitarbeitern betreut. Jede Gruppe hat ihren eigenen Gruppenbereich, zu dem jeweils die Zimmer der Kinder, ein Gemeinschaftsraum mit Wohnzimmeratmosphäre und Fernsehapparat sowie eine kleine Küche gehören, wo gemeinsam Kleinigkeiten gekocht werden können. Das Kinderheim verfügt über eine Küche, in der die Mahlzeiten für die Kinder täglich frisch zubereitet werden. Ein Turnraum steht zur Verfügung, der auch gerne mit dem eigenen Physiotherapeut/Sportlehrer genutzt werde. Aber besonders froh ist man über den weiträumigen Außenbereich von ca. 20.000 qm mit vielerlei Spielgeräten. Insgesamt sorgen 55 Mitarbeiter für das Wohl der Kinder, von denen 35 pädagogische Mitarbeiter sind. Alle Kinder werden beschult, vor allem in der Hammerwaldschule in Hirzenhain, mit der es eine gute Kooperation gäbe. Auch die Freizeitgestaltung an den Nachmittagen und Wochenenden sei ein wichtiger Aspekt. Es gäbe ein Ferienprogramm, sehr beliebt seien die Sommerfeste mit den Familien der Kinder und vielen Gästen. Dankbar sei man den Landfrauen, die dazu eine reichhaltige Kuchentafel spendeten. Viel Freude hätten die Kinder bei Schwimmbadbesuchen und sehr gerne würden auch Angebote von Niddaer Vereinen angenommen werden.

Im Kinderheim werden Kinder mit geistiger Behinderung, Intelligenzminderung, Entwicklungsverzögerung und Autismus-Spektrum-Störung, die aus ganz Deutschland kommen, betreut. Die Nachfrage sei groß und man habe in diesem Jahr bis Juli bereits 39 Anfragen nach Heimplätzen bekommen, was verdeutliche, dass es bundesweit zu wenige Einrichtungen gäbe.
Weiterhin werden neun Jugendliche bzw. junge Erwachsene im Alter von 16 bis 21 Jahren n in einer Wohngruppe in einem Haus mit großem Garten, das der Kinderförderungsgesellschaft gehört, betreut. Erzieherische Hauptaufgabe ist dort der Übergang zur Verselbstständigung für die spätere Lebenssituation.

Geschäftsführer Jörg Gonnermann erläuterte, dass die Kinderförderungsgesellschaft Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband ist. Leider würde die Mitarbeiterrekrutierung wegen des Fachkräftemangels und hoher gesetzlicher Anforderungen immer schwieriger. Wichtig sei der Einrichtung die individuelle Förderung der Kinder auf dem Weg zur selbstbestimmten Eigenständigkeit. „Dies kann in einer spezialisierten Einrichtung wie dieser neben der „reinen Inklusionslösung“ gut umgesetzt werden“, äußert Geschäftsführer Gonnermann. Die intensive Betreuung zeige oft erstaunliche Fortschritte, was alle immer wieder motiviere.

CDU-Stadtverbandsvorsitzender Matthias Walther zeigte sich beeindruckt von der vielfältigen pädagogischen Arbeit und dankte mit Zusicherung, wertvolle Hinweise für die Erarbeitung von kommunalpolitischen der Entscheidungsvorlagen im Kinder- und Jugendhilfebereich erhalten zu haben.

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